
Blindgänger auf Gelände der Fachklinik Marienborn
Einen ungünstigeren Zeitpunkt für einen Blindgängerfund gibt es wohl kaum. In Zülpich-Hoven müssen am Montagmorgen 250 Anwohner und 400 Patienten wegen einer Bombenentschärfung in Sicherheit.
Wie die Stadt Zülpich mitteilt, haben Bauarbeiter den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der Fachklinik Marienborn gefunden. Die Entschärfung soll im Laufe des Tages stattfinden.
Bewohner und Patienten müssen ab 8 Uhr am Montag den Sicherheitsradius verlassen. Die Patienten der Klinik werden in entsprechenden Fachkliniken in Köln, Bonn und Düren sowie in der Gemeinschaftshauptschule Zülpich und im Lago Beach Zülpich untergebracht. Für Anwohner, die nicht die Möglichkeit haben, anderweitig unterzukommen, richtet die Stadt nach eigenen Angaben eine Betreuungs- und Verpflegungsstelle im „Forum Zülpich“ ein.
Für die gesamte Evakuierungsmaßnahme hat die Stadt einen Zeitrahmen von etwa vier Stunden angesetzt. Erst danach wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung der Bombe beginnen können.
Veröffentlicht: Samstag, 21.03.2020 10:15
Schon am Freitag hätten sich mehrere Krisenstäbe aus Stadt, Kreisverwaltung, Polizei, Feuerwehr und der Klinik getroffen. "Nach Abwägung aller Risiken, die eine große Evakuierungsmaßnahme gerade in Zeiten des Coronavirus birgt, sind die Beteiligten übereingekommen, dass die Evakuierung trotz der betroffenen, kritischen Infrastruktur unumgänglich ist.", teilt die Stadt Zülpich auf ihrer Internetseite mit.
Die Evakuierung werde unter Einhaltung der Infektionsschutzvorkehrungen, Abstandsregeln und mit Schutzausrüstung durchgeführt.