
BGH hebt Weilerswister Mord-Urteil auf
Ein Mann aus Weilerswist ist jetzt doch nicht mehr wegen Mordes verurteilt. Auch wenn er seinen Vater mit rund 30 Messerstichen getötet hat, hat der Bundesgerichtshof hat das Urteil aufgehoben.
Damit landet der Fall jetzt noch einmal beim Bonner Landgericht. Es hatte im November 2019 den Mann des Mordes an seinem Vater für schuldig gesprochen. Dagegen war er in Revision gegangen. Im April 2019 soll der Angeklagte erst seinen Vater erstochen haben. Dann soll er auch die Mutter angegriffen und tödlich verletzt haben.
Die obersten Strafrichter in Karlsruhe haben den Fall jetzt nochmal geprüft: Sie werten den Angriff anders als die Richter in Bonn. Sie sehen in der Tat keinen heimtückischen Mord - unter anderem wegen des psychischen Zustands des Mannes und weil er bei der Tat betrunken war. Das Verhältnis in der Familie war wohl schon sehr lange angespannt, hieß es in der Gerichtsverhandlung.
Veröffentlicht: Mittwoch, 25.11.2020 08:24