
Besuchs-Stop im Euskirchener Krankenhaus
Nach Kritik von werdenden Eltern reagiert das Mechernicher Krankenhaus. Es nimmt seine strengeren Regeln für den Kreißsaal wieder zurück. Aus hygienischen Gründen hatte das Krankenhaus am Donnerstag werdende Väter aus dem Kreißsaal beziehungsweise OP-Saal verbannt.
Nach viel emotionaler Kritik dürfen die Partner jetzt doch wieder bei den Schwangeren bleiben, sagt der Klinik-Geschäftsführer. Er habe das mit seinem Team noch einmal diskutiert. Allerdings dürfe der Partner nicht am Coronavirus infiziert sein oder in den vergangenen 14-Tagen in einem der Corona-Risikogebiete gewesen sein.
Was aber weiterhin nicht gehe sei, dass die Partner nach der Geburt auf der Geburtshilfestation seien. Auch das sogenannten „Rooming-in“ sei nicht möglich. Damit werde die gemeinsame Zeit in den Stunden vor der Geburt genannt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.2020 13:13
Immer mehr Krankenhäuser schließen die Türen für Besucher. Wie der Geschäftsführer vom Kreiskrankenhaus in Mechernich mitteilt, gibt es dort seit Freitag einen Besucherstop. Das soll eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Vom Krankenhaus heißt es:
„Das macht uns auch keinen Spaß, aber wir müssen den Besucherkontakt soweit wie möglich eindämmen“.
Nur in besonderen Ausnahmefällen dürfen Besucher vorbeikommen, müssen sich aber erst einmal telefonisch an die Zentrale wenden, sagt der Geschäftsführer weiter.
Im Marien-Hospital in Euskirchen gilt der Besuchs-Stop seit Donnerstag - zum Schutz für Mitarbeiter und Patienten. Für Patienten in einem gesundheitlich sehr kritischen Zustand, sollen nach ärztlicher Rücksprache Zeitfenster besprochen werden, sagt das Krankenhaus. Der Besuchs-Stop gilt auch für die Abteilung Geburtshilfe, heißt es weiter. Bei Geburten dürfen werdende Väter aber nach aktuellen Stand weiterhin zum Zeitpunkt der Geburt ihrer Babys dabei sein. Im Marien-Hospital steht allen Patienten kostenloses WLAN zur Verfügung.
Weniger Operationen in Mechernich
Das Mechernicher Krankenhaus spürt Veränderungen aufgrund der Corona-Situation. Es gebe weniger Operationen, die nicht unbedingt notwendig seien. Das liege aber auch an einer generellen Unsicherheit in der Bevölkerung, sagt der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses auf Radio Euskirchen Nachfrage.
Alle Patienten bis hin zu schweren Erkrankungen behandelt die Klinik weiterhin. Dabei habe sie aber im Blick, genügend Intensiv- und Beatmungskapazitäten zur Verfügung zu haben für Corona-Patienten. Für Corona-Patienten hat das Mechernicher Krankenhaus besondere Wartebereiche eingerichtet. Das soll verhindern, dass sich Infizierte frei durch die Klinik bewegen. Problematisch seien viele ausfallende Kollegen, weil sie aus ihrem Urlaub in Risikogebieten zurückkommen und jetzt erst einmal freiwillig in Quarantäne bleiben. Sollte sich die Situation verschärfen denkt das Krankenhaus darüber nach, die Besuchsmöglichkeiten von Patienten auf null zu setzen.