
2018 grassierte die Afrikanische Schweinepest in Belgien und war nah an den Kreis Euskirchen herangerückt. Deshalb wurden damals verstärkt Wildschweine geschossen, um ein ausbreiten des Virus zu erschweren.
Inzwischen gibt es Fälle der Tierseuche bei Wildschweinen in Hessen und in Rheinland-Pfalz. Sollte das Virus in den Kreis Euskirchen kommen, hätte das Auswirkungen auf die Landwirtschaft: Denn die Krankheit verläuft meist tödlich für die Tiere. Sie ist hochansteckend, betrifft Wild- und Hausschweine, aber keine anderen Tiere, auch für den Menschen ist sie ungefährlich.
Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest
Die Tiere dürften mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest nicht in Berührung kommen. Das Virus wird von Tier zu Tier, aber auch etwa über Lebensmittel übertragen. Deshalb bittet Helmut Dahmen von der Kreisbauernschaft jeden, darauf zu achten, dass keine Lebensmittel in der Natur herumliegen, weil sie arglos weggeworfen werden.
Ein Ausbruch des Virus im Kreis Euskirchen würde schwere Konsequenzen nach sich ziehen, sagt Dahmen:
"Wenn es einen Fall im Kreis Euskirchen gibt, wird eine Restriktionszone eingerichtet, die mindestens einen Umkreis von 15 Kilometern um den Fundort einschließt. In dieser Zone werden alle Schweine entweder von sich aus sterben oder geschossen."
Vor 20 Jahren habe es die klassische Schweinepest im Kreis Euskirchen gegeben. Seitdem hätten viele Schweinehalter aufgegeben, jetzt gebe es nur noch drei Betriebe im Kreisgebiet. Davor waren es laut Kreisbauernschaft um die 25 Schweinehalter.