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Aufgabe, Umzug, Neuanfang - Betriebe nach der Flut
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Aufgabe, Umzug, Neuanfang - Betriebe nach der Flut

Die Flutkatastrophe vergangenen Sommer hat hunderte Firmen, Geschäfte und Betriebe getroffen. Wie es mit ihnen weitergeht, ist bei vielen auch knapp 200 Tage danach noch unklar.

Veröffentlicht: Donnerstag, 27.01.2022 15:18

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Die Kommunen im Kreis Euskirchen trifft die unklare Zukunft der Firmen gleich mehrfach. Sie verlieren Steuereinnahmen, Einwohner ihre Lebensgrundlage, schlimmstenfalls drohen auch Wegzüge. Die Stadt Schleiden kann das bereits an nüchternen Zahlen festmachen. 30 Prozent weniger Gewerbesteuer-Vorauszahlungen durch 115 Betriebe weniger, verzeichnet der Kämmerer.

Meist seien dies kleinere Einzelhandelsgeschäfte oder Kleinunternehmer. Wie viele noch folgen und aufhören, sei noch unklar. Alleine das Aus der Firma Marienthaler betreffe in Gemünd 75 Arbeitsplätze. Es gebe aber auch Geschäfte, die eigentlich aufhören wollten und jetzt doch weiter machen, sagt der Schleidener Bürgermeister.

Die Stadt Bad Münstereifel rechnet mit etwa 1,4 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer-Einnahmen aufgrund der Flut. Eine Stadtsprecherin bestätigte, dass es Unternehmen gibt, die künftig auch an anderen Standorten außerhalb der Stadt weitermachen wollen. Einen Wegzug vieler Menschen erwartet die Stadt deshalb aber nicht. Die Einwohner seien mit Bad Münstereifel sehr verbunden und heimattreu, sagte die Sprecherin weiter.

Auch in Euskirchen werden Unternehmen am bisherigen Standort nicht mehr weitermachen oder auch komplett aufgeben, bestätigte ein Stadtsprecher. Der Verlust von Firmen sei immer ein Verlust für Euskirchen. Unabhängig von einem möglichen Gewerbesteuerverlust gingen Arbeitsplätze und Angebote in Euskirchen verloren.

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Kammern nicht immer informiert

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Die Handwerkskammer Aachen weiß von etwa zehn Handwerksbetrieben, die im Kreis Euskirchen definitiv nicht mehr weitermachen. Bei vielen weiteren sei die Entscheidung noch nicht gefallen. Oft hänge es von den Wiederaufbauhilfen ab, sagt ein Sprecher der Handwerkskammer in Aachen. Es dürfte hier eine große Dunkelziffer geben, weil Firmen ihr Ende nicht den zustädnigen Kammern melden müssen.

Die IHK Aachen hat im gesamten Kammerbezirk inzwischen 1700 Unternehmen zur Fluthilfe beraten. Sie schätzt die Zahl der betroffenen Firmen zwischen Hellenthal und Heinsberg auf 2500.

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