
Über 1.000 Arzneimittel seien derzeit nicht lieferbar. Inzwischen sogar Antibiotika und Fiebermittel. Der Apotheken-Sprecher für den Kreis Euskirchen, Werner Klinkhammer sagt, bisher könnten die Apotheken meist noch mit alternativen Arzneimitteln aushelfen. Doch die Alternativen seien auch nicht unbegrenzt verfügbar. Während der Erkältungssaison im Winter könnte die Lage sogar noch schwieriger werden. Eine schnelle Lösung wird es nicht geben, sagt Klinkhammer, weil Politik und Krankenkassen vor zehn bis 20 Jahren entsprechende Entscheidungen getroffen hätten, die sich nicht schnell rückgängig machen ließen. Die Medikamentenproduktion finde inzwischen primär in Indien und China statt. Arzneimittel-Hersteller müssten zudem Anreiz bekommen, wieder in Europa zu produzieren. Dies sei durch Verträge mit den Krankenkassen derzeit nicht wirtschaftlich.