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© Daniel Dähling
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Anwohner in Nettersheim sauer: Mehr Transparenz beim Internetausbau gefordert

Gerade laufen Bauarbeiten für schnelles Internet in Nettersheim. Aber nicht alle Anwohner bekommen Zugang zu den schnellen Glasfaserleitungen. Bürgermeister Pracht sagt im Radio Euskirchen Gespräch, einige Anwohner seien wütend. Das Problem gibt es offenbar in noch mehr Orten im Kreisgebiet. Der Kreis Euskirchen hat uns auf Nachfrage gesagt: Immer wieder gebe es Verwirrung, weil Anwohner nicht verstehen, wieso sie bei dem Großprojekt Internet leer ausgehen.

Das hängt aber nach Aussage des Kreises mit den strengen und nicht gerade unkomplizierten Förderrichtlinien vom Bund zusammen. Wer schon an einer 30er-Leitung dran hängt, hat in vielen Fällen schon schnelles Internet und bekommt dann kein "Upgrade" mehr. Der Nachbar hat vielleicht eine schlechtere Leitung, bekommt durch das Förderprojekt eine Leitung, die deutlich höhere Bandbreiten ermöglicht.

Der Nettersheimer Bürgermeister fordert jetzt vom Kreis mehr Beratungen für alle betroffenen Menschen im Kreisgebiet - einfach damit sie verstehen, warum einige von ihnen keine Glasfaser-Anschlüsse bekommen. Vom Kreis heißt es, er habe von Anfang transparent informiert. Zum Beispiel über die Homepage, im Dialog mit den Breitbandbeauftragten der Kommunen und auch bei den einzelnen Spatenstichen.

Bis Ende 2020 verlegt die Telekom hunderte Kilometer neue Glasfaserleitungen. Das Großprojekt kostet fast 30 Millionen Euro. Fördergeber ist der Bund. Die Kritik, die während des Ausbaus geäußert wird, richtet sich letztlich gegen die Vorgaben des Fördergebers, so ein Kreissprecher. Die Richtlinie kann vom Kreis und den Kommunen nicht verändert werden.


Veröffentlicht: Donnerstag, 21.11.2019 04:59

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