
Anklage wegen Fluthilfe-Betrugs
Nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 sollen zwei Männer in Euskirchen versucht haben, aus dem Unglück Kapital zu schlagen. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage gegen die Brüder erhoben. Sie sollen versucht haben, ungerechtfertigte Subventionen in Millionenhöhe zu erschleichen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.02.2024 13:13
Den 42 und 37 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, Anträge auf Subventionierung von zehn angeblich durch die Flut geschädigte Immobilien in Euskirchen und Rheinbach gestellt zu haben. Die Bonner Staatsanwaltschaft hat die Männer wegen besonders schweren Betrugs in 14 Fällen, sowie besonders schwerer Urkundenfälschung und Falschbeurkundung angeklagt. Das wurde am Donnerstag mitgeteilt. Insgesamt hatten sie Schäden in Höhe von zwei Millionen Euro geltend gemacht. Gewährt und ausgezahlt wurden 875.000 Euro. Der Bezirksregierung in Münster, bei der sie unter anderem die Förderungen beantragt hatten, waren Ungereimtheiten in den Dokumenten aufgefallen, sie hatte schließlich Strafanzeige erstattet.
Einer der Männer vermietet und verpachtet Immobilien im Raum Euskirchen. Einige der Objekte waren tatsächlich beschädigt gewesen, für deren Wiederaufbau hatten die Männer zu Recht Fluthilfe bekommen. Darüber hinaus sollen sie aber auch Schäden erfunden haben an Häusern, die nicht von der Flut betroffen gewesen waren. Einen Termin für den Prozess am Bonner Landgericht gibt es noch nicht.