
Viele der Verletzungen, die Igel haben, stammen aus unseren Gärten. Ganz oft nämlich von Mährobotern. Die fahren die Tiere an und die scharfen Messer verletzen die Igel. Eine einfache Lösung kann da sein, dass die automatischen Rasenmäher nur tagsüber fahren und nicht mehr in der Dämmerung. Denn Igel sind dämmerungsaktiv.
Immer wieder müssen sich Tierärzte und -pfleger um verletzte Igel kümmern. Danach kommen sie in eine von 17 Pflegestellen im Kreis Euskirchen, sagt Peter Berthold von der Wildtierhilfe Nordeifel.
Naturnahe Gärten sind Gold wert
Ein schöner Garten ist nicht unbedingt auch für die Natur schön. Auch naturnahe Gärten mit Laubhaufen, hohem Gras und Hecken helfen den Igeln sehr. Darauf weist der Kreis Euskirchen hin. Um zum Beispiel Igel zu schützen können etwas Unordnung und vor allem auch Laubhaufen Gold wert sein. Der Kreis Euskirchen plant zum Thema Igelschutz auch Vorträge an Schulen.
Hilfe von der Wildtierhilfe Nordeifel
Wer einen verletzten Igel findet kann sich übrigens sehr einfach Hilfe bei der Wildtierhilfe Nordeifel holen. Die haben eine Notfall-Rufnummer (Tel.: 06557/9009879) und ein Online-Meldeformular. Ehrenamtler päppeln die Tiere wieder auf und helfen ihnen, dass sie gut durch den Winter kommen.
Die Wildtierhilfe ist auf Spenden und Mithilfe angewiesen. 50 Leute betreuen einen Fahrdienst, um verletzte Tiere abzuholen oder auch die Telefon-Hotline zu besetzen.