
Häufige Wechsel zwischen Nässe und Frost, wie auch in diesem Winter, würden die Straßen weiter beschädigen. Der Regen zieht dann in alten oder schlecht gepflegten Asphalt ein. Bei Minusgraden gefriert das Wasser und dehnt sich aus. Dadurch hebt sich der Asphalt. Wenn das Eis schmilzt entsteht ein Hohlraum. Fährt dann ein schweres Auto darüber, drückt das den Asphalt ein. So zerbröckelt der langsam. Mit der Zeit entstehen so Schlaglöcher.
Und die sind für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich. Während bei Autos vor allem ein großer Schaden entstehen kann, wird es für Fahrrad- oder Motorradfahrer teilweise sehr gefährlich.
Zudem stehen die Kommunen wegen der vielen Krisen finanziell nicht sonderlich gut da. Laut ADAC zeigt die Erfahrung, dass viele Städte und Gemeinden dann zuerst an der Straßenpflege sparen. Die Kommunen würden Straßenschäden auch nicht richtig ausbessern. Normalerweise müssten die mit heißem Asphalt aufgefüllt werden. Meistens würden diese aber nur provisorisch mit Kaltasphalt repariert werden. Dadurch sind die Schäden nach kurzer Zeit aber wieder da, so der ADAC.
Kommunen: Schnelle Reparatur habe oberste Priorität
Von den Städten Euskirchen und Mechernich heißt es: Wir nehmen unsere Verkehrssicherungspflicht ernst. Deshalb habe das Ausbessern der Schlaglöcher oberste Priorität. Euskirchen räumt zwar ein, tatsächlich mit Personalmangel zu kämpfen, dennoch erwartet die Stadt deshalb nicht mehr Schlaglöcher als sonst. Mechernich habe genug Personal und sagt, es seien vor allem ältere Straßen, die anfällig für Schlaglöcher seien.
Der Landesbetrieb Straßen.NRW führt auch Streusalz und die vielen LKW als Gründe an. Zweimal pro Woche überprüfen Mitarbeiter die Landes- und Bundesstraßen. Bislang gebe es so viele Schlaglöcher wie in den vergangenen Wintern auch.