Anzeige
ADAC kritisiert hohe Fahrkartenpreise im VRS
Teilen:

ADAC kritisiert hohe Fahrkartenpreise im VRS

Bahnkunden und Pendler aus dem Kreis Euskirchen und der Region müssen besonders viel für ihre Bahntickets zahlen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des ADAC.

Veröffentlicht: Donnerstag, 04.11.2021 09:57

Anzeige

Nach Angaben des ADAC sind die Preise im Verkehrsverbund Rhein-Sieg besonders teuer. Die Tageskarten in Köln und Bonn kosten demnach so viel wie keine anderen 24-Stunden-Tickets in Deutschland. Auch bei Wochen- oder Monatskarten verlangten nur wenige Verkehrsverbünde in Deutschland mehr Geld als der VRS, sagt der ADAC.

Bei den Monatstickets zahlten Pendler in Köln und Bonn zum Beispiel 85 Prozent mehr als in München. Die hohen Preise würden nicht dabei helfen, die Mobilitätswende zu schaffen, sagt Thomas Müther vom ADAC:

"Die Straßen in NRWs Großstädten platzen teilweise aus allen Nähten. Wenn aber die ÖPNV-Tickets ausgerechnet in den staugeplagten Metropolen im Rheinland oftmals deutschlandweit am teuersten sind, dann hält das viele Leute davon ab, auf Bus und Bahn umzusteigen."

Der ADAC fordert eine einheitliche Tarifstruktur in NRW und bessere Angebote für Gelegenheitsnutzer. Also flexiblere Tarife mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der VRS hat vor kurzem ein 10-Tage-Flexticket eingeführt. Das soll Pendler mit Home-Office-Tagen entgegenkommen. Dieses Ticket sei ein guter Ansatz, sagt Müther weiter. Aber auch hier stimme das Preis-Leistungs-Verhältnis noch nicht.

Anzeige
Anzeige
Anzeige