
98 Feldhamster in Zülpich ausgewildert
Feldhamster gelten als gefährdet und fast ausgestorben. In Zülpich haben 98 von ihnen jetzt ein neues Zuhause bekommen. Sie sind die gezüchteten Nachkommen der letzten neun Tiere, die zwischen 2015 und 2017 in Zülpich eingefangen wurden.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.04.2024 13:24
Das Feldstück, auf dem die Hamster ausgewildert wurden, ist zum Schutz gegen Füchse eingezäunt. Gegen Greifvögel helfen Drahtkonstruktionen, die über die Erdlöcher der Hamster gelegt werden. Jedes Hamsterloch wurde mit einer ersten Futterration präpariert. Die Biologische Station im Kreis Euskirchen wird die Entwicklung die nächsten zehn Jahre lang beobachten. Im benachbarten Rhein-Erft-Kreis und in Aachen gibt es bereits vergleichbare Aktionen.
Feldhamster sind mit 20 bis 25 cm deutlich größer als Goldhamster und haben eine bunte Fellzeichnung. Sie leben in Bodenhöhlen mit oft weit verzweigten Gangsystemen. Die Tiere sind nachtaktiv und gehen oberirdisch auf Futtersuche. Im April/Mai beenden sie ihren Winterschlaf und werden aktiv. Noch bis ind ie 80er Jahre galten sie als Schädlinge und wurden bekämpft. Um ihr Aussterben zu verhindern haben sich verschiedene Organisationen entschlossen, den bestand wieder zu stärken. Daran beteiligt sind hier der Kreis Euskirchen (federführend), unterstützt vom NRW-Umwelt-Ministerium sowie lokalen Landwirten.