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58 Prozent des Nationalparks sind sich selbst überlassen
© Nationalparkverwaltung Eifel/A. Lenzen
Mancherorts liegen umgestürzte Bäume über dem Weg. Wie hier zwischen Vogelsang und Gemünd. Diese werden in den nächsten Tagen weggeräumt.
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58 Prozent des Nationalparks sind sich selbst überlassen

Die Natur Natur sein lassen – das ist Ziel im Nationalpark Eifel. Auch 18 Jahre nach seiner Gründung sind die Verantwortlichen aber noch lange nicht soweit.

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.06.2022 04:36

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Derzeit seien erst 58 Prozent der Fläche soweit vorbereitet, dass der Mensch nach Möglichkeit nicht mehr einschreiten muss. Das bestätigte ein Sprecher des Nationalparks auf Radio Euskirchen Nachfrage.

Geplant sei in wenigen Jahren weitere Flächen sich selbst zu überlassen. Dafür müssen die Förster aber nicht-heimische Baumarten aus den Wäldern entnehmen, wie etwa die amerikanische Douglasie. Buchen sollen da wachsen, wo heute noch Fichten stehen. Hier sind auch im Nationalpark zuletzt große Bestände durch den Borkenkäfer, Hitze und Trockenheit abgestorben.

Spätestens 2034 muss dann das Ziel erreicht sein, drei Viertel der Fläche so renaturiert zu haben, dass der Nationalpark die Natur sich selbst überlassen kann. Das ist ist weltweit gültige Vorgabe für Nationalparks. Die Verwaltung in Schleiden will aber noch weitergehen. Der sogenannte Prozessschutz soll künftig auf bis zu 87 Prozent der Flächen im Nationalpark gelten.

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