Die Katastrophe von Duisburg
Audio-Dateien
Loveparade
© Radio Euskirchen
Es war Samstagabend um 17:57 Uhr, als uns die Meldung der Polizeipressestelle Duisburg erreichte, dass die Loveparade 2010 in Duisburg eine schreckliche Wendung genommen hatte. Originaltext der Nachricht:
"Im Verlauf einer Massen-Panik im Tunnel der Karl-Lehr-Straße sind nach bisherigen Erkenntnissen offenbar zehn Personen getötet, zehn Personen reanimiert und etwa 15 Personen verletzt worden."
Inzwischen hat sich die Zahl der Getöteten auf 20 erhöht, die Zahl der Verletzten geht in die Hunderte. In ganz NRW wehen die Flaggen auf Halbmast. Kaum wurde das Unglück gemeldet, da wurde auch schon Kritik an der Veranstaltung laut. Dabei musste man kein Fachmann sein, um bereits vor der Katastrophe zu erkennen, dass es bei einem Gelände mit einer Kapazität von rund 250.000 Menschen und einer erwarteten Besucherzahl von über einer Million zu Schwierigkeiten kommen würde.
Dass diese in einem derartigen Fiasko enden, das hatte man sich in seinen pessimistischsten Albträumen nicht vorzustellen gewagt. Fassungslosigkeit macht sich breit, Trauer und Wut. Dabei hatte alles so schön begonnen.
Timo Schnitzer mit einer Chronologie der Loveparade...












