Montag, 25.06.2018
19:49 Uhr


Musik / CD

Anna von Hausswolff: Dead MagicDas Schöne im Hässlichen

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Krimis aus Schweden, das weiß man längst, sind oft sehr abgründig und finster. Auffallend oft gilt das inzwischen auch für die Musik, die uns von dort erreicht. Eine Künstlerin, die sich in besonderem Maße als Rock-Pop-Totengräberin profiliert, ist Anna von Hausswolff. Der Name wirkt schon ein wenig beängstigend, das Cover zu ihrem neuen Album "Dead Magic" ebenfalls und die Musik darauf sowieso. Nachdem die frühere Architekturstudentin schon 2010 auf ihrem Debüt "Singing From The Grave" den Tod besang, erkundet sie auch auf ihrem vierten Langspieler ausgiebig die Schatten der menschlichen Existenz.

Von Hausswolff gibt ihren Songs Titel wie "The Mysterious Vanishing Of Electra" oder "Ugly And Vengeful", vertont sie mit sakralen Orgeln, atmosphärischem Synhtie-Geschepper und schweren Beats und überschreitet dabei gerne auch die Zehnminuten-Grenze. Dazu singt sie wie eine aufgekratzte Kate Bush, wobei ihre kräftige Stimme punktuell auch mal richtig gallig ausschlägt. Nein, eine bloße Modeerscheinung ist dieser Sound nicht. Auch, wenn Anna von Hausswollf in ihrer Kunst immer ein wenig wie ein Klischee wirkt, die Leidenschaft kann man ihr nicht absprechen. Einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik auch nicht. Das Schöne im Hässlichen zu finden: In dieser Kunst erweist sich von Hausswollf einmal mehr als echtes Ausnahmetalent.

John Fasnaugh

Audio CD
Bewertungüberzeugend
CD-TitelDead Magic
Bandname/InterpretAnna von Hausswolff
Erhältlich ab02.03.2018
LabelCity Slang
VertriebUniversal Music
Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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