Space Tourists
Eine Reise ins All

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Ansari bereitet sich auf ihre Reise ins Weltall vor, schwebt
durch die ISS, spricht aus dem Off von ihrer Leidenschaft,
für die sie sogar ihr Leben lassen würde. Und gibt
Millionen, damit dieser Traum für jeden wahr werden kann.
Gleichzeitig reist Bendiksen durch Kasachstan und beschreibt die
Entwicklung des Landes durch den Aufstieg und Verfall der
Weltraumindustrie. Eindrucksvoll begleitet der Fotograf
kasachische Schrottsammler, die mit alten Trucks tagelang in der
Wüste warten, damit sie ein Aluminiumblech ergattern
können. Er besucht Bauern, die jederzeit damit rechnen
müssen, dass ein Stück Rakete durch ihr Dach bricht,
deren Existenz von den teilweise tödlichen Chemikalien in
den Maschinen bedroht ist.
Frei bleibt stumm, spricht keine direkte Kritik. Doch
während Ansari ausgelassen mit strahlendem Gesicht durch die
ISS tollt und propagiert, dass sich jeder seinen Traum
erfüllen kann, zeigt der Regisseur in bewegenden Bildern die
trostlose kasachische Einöde, verlassene
Industriestädte und alte Bäuerinnen. Was bringen
Ansaris 30 Millionen Preisgeld der Ansari X-Prize-Stiftung diesen
Menschen? "Ist die Neugier dem Kalkül, dem billigen
Geruch des Geldes gewichen?" fragt Bendiksens Stimme aus dem
Off.
"Space Tourists" glänzt durch die kühle, aber
dennoch bewegende Dokumentation dieser Geschichten, begleitet von
den atemberaubenden Aufnahmen Bendiksens und des Kameramanns
Peter Indergand. Dennoch kann einem die Doku bei wenig Interesse
an Raumfahrt und Osteuropa schnell langatmig vorkommen.




















