Die neue Vampirella
Kristen Stewart küsst wieder Fabelwesen in "Eclipse - Biss zum Abendrot" (Start: 15.07.)

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Ein kleines Mädchen mit Steinzeitkleid und Föhnfrisur wirft einen Holzring über einen zotteligen Höhlenmenschen. Lendenschurzbekleidete Herren vergnügen sich dazu mit Popcorn, neben ihr zeigt Fred Feuerstein der Kamera die kalte Schulter. Dieses kleine Mädchen bringt zur Zeit Millionen Teenager, aber auch Erwachsene, um den Verstand: Kristen "Bella" Stewart. Ab 15.07. fallen wieder Massen in Ohnmacht: "Eclipse - Biss zum Abendrot", der dritte Teil der "Twilight"-Saga, kommt ins Kino.
Dabei stellte Stewart in einem Interview klar: "Ich bin so
überhaupt nicht Bella." Tatsächlich kann sie in
ihrem Lebenslauf auch schon sehr viel mehr aufweisen als nur das
Vampirweibchen Bella Swan. Nach dem siebten Schuljahr gab sie die
High School auf und widmete sich ihrer Leidenschaft: den Filmen.
Schon mit zwölf war sie an der Seite von Jodie Foster im
"Panic Room" (2002) gefangen. Mit 13 verkörperte
sie in "Speak" (2003) ein Vergewaltigungsopfer, das
nicht mehr sprechen möchte. Viel Lob bekam die Kalifornierin
auch für "Adventureland" (2008). Und in Sean Penns
Erfolgsfilm "Into The Wild" (2007) konnte sie eine
kleine Rolle ergattern. Dort hat Robert Pattinson seine
"Vielleicht-Freundin" gesehen und war angeblich so
verschossen in sie, dass er nur deswegen in "Twilight"
mitspielen wollte.
Kristen will kein Teenie-Idol sein, sie will nur spielen. Das
Filmgeschäft kennt der Twen schon aus dem Elternhaus, ihr
Vaters ist Fernsehproduzent, ihre Mutter überwacht das
Script beim Dreh. So ist Stewart mit dem Showbiz verbunden:
"Wenn ich kein Schauspieler wäre, hätte ich
definitiv einen Job in der Crew. Ich will erwachsen werden und
meine eigenen Filme drehen", sagte sie in einem
Videointerview. Und: "Ich will nicht tauschen." Und was
ist mit dem Erfolg? Der Rummel kann ihr kein Lächeln
abgewinnen. "Es ist so unbegreiflich. Es schwebt nur so
vorbei, wie: 'Oh, ich bin berühmt, wirklich?'"
Doch: "Ich beginne mich mit der Aufmerksamkeit wohler zu
fühlen." Ihre Devise: "Ich kümmere mich nicht
darum. Das ist der beste Weg, sich darum zu kümmern."
Dabei liegt im Fernsehinterview fast ein Lächeln auf dem
blassen Gesicht.
Allen Grund für ein Strahlen hätte der Shootingstar
jedenfalls. Gerade erst erhielt sie eine Rolle in der Verfilmung
von Jack Kerouacs Kultroman "Unterwegs". Noch zwei
"Twilight"-Fortsetzungen und weitere Filme stehen im
Terminplan. In "K-11", nach dem Drehbuch ihrer Mutter,
stellt Stewart einen männlichen Gefängnisinsassen dar.
Für sie sicherlich ein Schritt weg vom Popcornkino,
zurück zur Kunst. Denn mit Allerweltsliteratur wie
"Twilight" kann sie eigentlich wenig anfangen.
Aber man fragt sich doch, wie viel Bella an Kristen hängen
geblieben ist. Realität und Film scheinen ab und an in der
Dämmerung zu verschwimmen. In Fernsehinterviews kommt sie
schon mal durcheinander: "Ich kenne Jacob ... ich meine, ich
kenne Taylor ..." Als Haustiere hält sie sich bereits
ein Rudel Wölfe, wie sie US-Talker David Letterman verriet.
Fragt sich, wann die Fledermäuse in ihren Keller
einziehen.

















