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The CatchDie wollen nur spielen

Eigentlich macht ihr niemand etwas vor: Die Privatdetektivin Alice Vaughan (Mireille Enos) ist mit allen Wassern gewaschen, kennt jeden Trick, ahnt jede Gaunerei im Voraus. Allerdings ist auch sie nur ein Mensch und als solcher anfällig für liebesbedingte Kurzsichtigkeit. Ausgerechnet die Betrugsermittlerin also sitzt in der US-Serie "The Catch" einem Betrüger und Heiratsschwindler auf. Das kann ja heiter werden, was da ab 7. November dienstags, ab 21 Uhr, in Doppelfolgen auf dem Pay-TV-Sender Universal Channel zu sehen ist.

Erfolgsproduzentin Shonda Rhimes ("Grey's Anatomy", "How To Get Away With Murder") lässt Alice Vaughan und ihren neuen Ex Benjamin Jones (Peter Krause), der in der ersten von zehn Episoden der Auftaktstaffel zu seiner Gangsterbraut Margot (Sonya Walger) zurückkehrt, munter Katz und Maus spielen. "Wie du mir, so ich dir", ist das Motto: Er betrügt, sie räumt seine Konten leer, er hängt ihr ein geklautes Bild ins Schlafzimmer und so weiter. Lug und Trug, Rache und die verflixte Liebe: Das hat durchaus Unterhaltungspotenzial, wirklich heiter wird es freilich nicht.

Dafür traut sich "The Catch" zu wenig zu und begnügt sich damit, solides Entertainment-Mittelfeld zu sein, das sich ohne großen Nachhall schnell nebenbei konsumieren lässt. Die Serie tut ein bisschen so, als wäre sie "Ocean's Eleven". Am Ende reicht's aber nur für "CSI: RomCom". Los Angeles in Hochglanzansichten, schnelle Schnitte, viele Splitscreens und ein Soundtrack aus dem Hitradio-Baukasten: "The Catch" macht genau das, was US-Serien tun müssen, wenn sie zur Primetime auf ABC laufen wollen.

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Die Dynamik ist freilich nur vorgetäuscht, was hier passiert, ist ein relativ durchschaubarer Mix aus Crime, Love and Comedy mit übersichtlich komplexem Plot und Figuren ohne größere Ecken und Kanten. Besonders auffällig: Man kennt viele Darsteller aus anderen Serien. Mireille Enos hat im "Kommissarin Lund"-Remake "The Killing" die Hauptrolle gespielt, Peter Krause in "Parenthood" und "Six Feet Under". Es wirkt ganz so, als wären sie für "The Catch" einfach zum nächsten Job weitergezogen.

Routine kann etwas Gutes sein, weil man sich als Zuschauer gleich heimisch fühlt. Man kennt die Schauspieler, man weiß was man erwarten darf. Aber Routine hat eben auch etwas Erstarrendes. Nach zwei Staffeln wurde bei "The Catch" der Stecker gezogen.

Andreas Fischer

Video DVD
Filmbewertungakzeptabel
FilmnameThe Catch
RegisseurKevin Dowling u.a.
GenreTV-Serien
SchauspielerMireille Enos
SchauspielerPeter Krause
SchauspielerJay Hayden
Entstehungszeitraum2016
LandUSA
TitelThe Catch
StudioUniversal Channel
VertriebUniversal Channel
Freigabealter12
Erhältlich ab07.11.2017
Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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