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Alien: CovenantWo kommt es her?

Wenn jemand zwei Minuten nach seiner Erschaffung auf dem Klavier "Der Einzug der Götter nach Walhalla" aus Richard Wagners "Rheingold" spielen kann, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein ziemlich perfektes Wesen. Wenn Ridley Scott diesem Wesen den Auftakt seines neuen Films überlässt und ihn voller Missachtung auf seinen Schöpfer herabblicken lasst, kann er sich noch so viel Mühe geben, um seinen neuen Science-Fiction-Streifen als "Alien"-Film zu verkleiden. "Alien: Covenant" (2017, nun fürs Heimkino erhältlich), die Fortsetzung des "Alien"-Prequels "Prometheus" (2012), will im Kern ein philosophischer Essay sein über die ganz großen Fragen des Lebens. Dass es darin blutig zugeht, dass Kolonialisierungsbestrebungen im Weltraum zum Horrortrip werden und dass überall Monster lauern, ist der Versuch, die schwere Kost leichter verdaulich für Genrefans zu machen.

Das perfekte Wesen in der ersten Szene ist David (Michael Fassbender), der Androide, den Ridley Scott in "Prometheus" zu einer intergalaktischen Forschungsreise durch das Weltall schickte. Am Ende des Films konnte sich die Maschine zusammen mit einer Wissenschaftlerin vor einem Alien in einer frühen Evolutionsstufe retten. Zehn Jahre später ist sein Nachfolgemodell Walter auf dem Raumschiff "Covenant" mit Hausmeisterarbeiten beschäftigt, während die Crew und 2.000 Kolonisten den Cryo-Schlaf der Gerechten schlafen.

Doch dann geht schief, was schief gehen kann. Ein Sonnensturm sorgt für ein böses Erwachen, der alte Captain (James Franco in einem Cameo) ist tot, der neue (Billy Crudup) hilflos, und ein Notsignal lockt die Besatzung auf einen fremden Planeten. Dort läuft eine taffe Frau (Katherine Waterston) zur Höchstform auf, während die anderen Mitglieder der Reisegruppe in einer Mischung aus Dummheit und Hilflosigkeit zu Opfern einer grauenhaften Bestie werden.

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Alles beim Alten ist bei "Alien: Covenant" aber nur die Oberfläche. Ridley Scott nutzt den Film als Vehikel für die Suche nach dem Ursprung. Er will das Wesen der Existenz ergründen, das Verhältnis der Menschen zu ihren Göttern ausloten. Scott lässt den Androiden Walter und seinen "Bruder" David lange, sehr lange über den Glauben, die Schöpfung und über den Wert des Lebens reden. Das wird von Fassbender in einer Doppelrolle schauspielerisch vortrefflich gemeistert, ist aber ziemlich anstrengend und zeitaufwendig.

Irgendwann muss dann alles ganz schnell gehen. Also spielt Scott die bewährte "Alien"-Partitur im letzten Drittel des Films im Rekordtempo herunter. Dieser Zeitraffer ist mehr pflichtbewusst als kohärent. Er wirkt ganz so, als würde der "Alien"-Erfinder seiner Fangemeinde (und dem geldgebenden Studio) gegenüber in einer Art Bringschuld stehen. The franchise must go on! Der letzte Teil der Prequel-Trilogie soll 2018 gedreht werden.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray und als Video-on-Demand.

Andreas Fischer

Video DVD
Filmbewertungüberzeugend
FilmnameAlien: Covenant
OriginaltitelAlien: Covenant
RegisseurRidley Scott
GenreHorror
SchauspielerMichael Fassbender
SchauspielerKatherine Waterston
SchauspielerBilly Crudup
Entstehungszeitraum2017
LandUSA / GB
TitelAlien: Covenant
StudioFox
VertriebFox
Freigabealter16
Erhältlich ab21.09.2017
Quelle: "teleschau - der mediendienst"


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