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Fall 39

Zum Gruseln

VergrößernIn "Fall 39" meint es Renée Zellweger viel zu gut mit einem teuflischen Mädchen.
© Paramount

Abgedreht war "Fall 39" schon 2007, verstaubte dann aber drei Jahre in den Archiven der Produktionsfirma Paramount. Obwohl der deutsche Regisseur Christian Alvart 27 Millionen Dollar ausgeben durfte. In den USA kam der Horrorstreifen erst gar nicht ins Kino, hierzulande verirrten sich im Frühjahr nur 45.000 Zuschauer in den Horrorstreifen. So viel ist klar: Wer Renée Zellweger als von einem Teufelsbalg überforderte Sozialarbeiterin verpasst hat, hat nichts verpasst. So sind auch DVD und Blu-ray Disc nur beinharten Genrefans zu empfehlen, zumal auch die technische Qualität gruselig ist.

Eigentlich ist die Sozialarbeiterin Emily (Zellweger) vollkommen überlastet. Doch den "Fall 39" übernimmt sie gerne, denn hier geht es um ein Kinderleben: Die kleine Lillith (Jodelle Ferland) wird aus unerfindlichen Gründen von ihren eigenen Eltern bedroht, schließlich sogar angegriffen. Die engagierte Emily rettet dem Mädchen das Leben und wird seine Pflegemutter.

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Dass sie sich einen fiesen Dämon ins Haus holt, ahnt sie nicht - der Zuschauer hingegen hat das schon lange durchschaut. Ebenso wie den weiteren Verlauf der Geschichte. Der schablonenartige Horrorthriller hat weder einen spannenden Plot noch entwickelt er subtilen Grusel. Stattdessen setzt "Antikörper"-Regisseur Christian Alvart in seinem Hollywooddebüt ganz auf ermüdende Genre-Klischees, sodass die seltenen gut inszenierten Schockmomente die Zuschauer weniger aus den Sitzen als aus dem Schlaf reißen. Allerdings schießt Alvart dabei oft über das Ziel hinaus: Die haarsträubendsten Szenen wirken weniger unheimlich als lächerlich, wie etwa ein versehentlicher Selbstmord mittels Duschkabine.

Ins schwache Gesamtbild passen auch Bild und Ton von DVD und Blu-ray Disc. Während die BD in den vorderen Bildbereichen noch passabel scharf ist, säuft sie wie auch die DVD in der Tiefe ab. Hier werden auch die Schwarzwerte nicht nuanciert wiedergegeben, der Kontrast ist etwas zu flach. Der frontlastige Sound entwickelt auf beiden Datenträgern kaum Räumlichkeit, ihm fehlt es an Druck und Dynamik. Ein schwaches Making Of, drei oberflächliche Featurettes und einige entfallene Szenen bilden den enttäuschenden Bonusteil.

Alfred Kunze
Fall 39
GenreThriller
Info(USA 2007, R: Christian Alvart, D: Renée Zellweger, Jodelle Ferland, Bradley Cooper u.a.)
FSK16
Bildformat2,35:1 (anamorph)
prachenDeutsch (5.1), Englisch (5.1), Türkisch (5.1)
UntertitelDeutsch, Englisch, Türkisch
BonusmaterialMaking Of; Featurettes: "Unerträgliche Spannung", "Im Wespennest", "Spiel mit dem Feuer"; Entfallene Szenen
TonsystemDolby Digital
Laufzeit105 Min.
RegionalcodeRegionalcode 2
Preisca. 18 Euro
Bewertung
FilmBildTonExtras
akzeptabelbefriedigendbefriedigendausreichend
Quelle: "teleschau - der mediendienst"
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